Friseurin mit viel Herz

Als Friseurmeisterin Samantha Hütt aus Ingelbach, Kreis Altenkirchen, von der Krebserkrankung eines dreijährigen Kindes in ihrer Nachbarschaft erfuhr, entschloss sie sich spontan zur humanitären Hilfe.

Die Meisterin bot ihre Friseurleistungen zusätzlich an einem Sonntag bei Kaffee und Kuchen an und rief dazu auf, für das kranke Kind zu spenden. So kamen 1.000 Euro zusammen, die Samantha Hütt der Familie zur Behandlung und als Hilfe zur Verfügung stellte. „Ich bin selbst Mutter einer vierjährigen Tochter und kann nachempfinden, wie unermesslich der Schmerz sein muss, wenn man von einer schweren Krankheit des Kindes erfährt.“

Samantha Hütt hat sich vor einem Jahr mit ihrem Salon „Schnibbelstubb“ im Hof ihres Elternhauses selbstständig gemacht. Gern hat sie bei ihrer Existenzgründung die Beratungsleistung der Betriebsberatung der Handwerkskammer (HwK) Koblenz in Anspruch genommen. Die Wirtschaftsexperten unterstützen beispielsweise bei der konkreten Planung und Ausarbeitung eines Unternehmenskonzeptes.

„Es gilt viele Dinge zu beachten“, sagt sie. Wichtig ist der 25-Jährigen, dass die Kunden „nicht nur mit einer typgerechten Frisur, sondern auch mit einem Lächeln nach Hause gehen“. Sie setzt neben Professionalität und fachlicher Kompetenz auf Herzlichkeit. „Für viele ist der Friseurbesuch mehr als ein Verschönerungstermin. Es ist ein Wohlfühlerlebnis in einem ansprechenden Ambiente, zu dem auch ein persönliches Gespräch gehört.“

Die Friseurmeisterin verbindet ihre fundierte handwerkliche Qualifikation mit Trendsicherheit in Sachen Mode. „Friseur sein heißt, den Kunden in seiner gesamten Erscheinung wahrzu-nehmen. Nur so funktionieren modische Haarumformungen und passgerechtes Kolorieren. Tragödien gibt es woanders, Harmonie bei mir“, schmunzelt sie. Samantha Hütt ist in ihrem Wunschberuf glücklich geworden. Ein Herz für andere, denen es weniger gut geht, hat sie sich bewahrt.

Veröffentlicht am 6. Dezember 2014 auf www.handwerk-special.de